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Interaktiver Praxisratgeber · Impuls-Kommunikation Vertrieb

Ergebnisse auf den Punkt bringen, Abschlüsse sichern

Der Ratgeber zum Vertriebstraining – zum Mitmachen. Für Verkäuferinnen, Verkäufer und Vertriebsführung: fragen statt vortragen, Beziehungen stärken, Prioritäten schützen.

„Wer fragt, der führt.“

Gute Kommunikation liefert keine Antworten, sie stellt die richtigen Fragen. Ob Mitarbeitergespräch oder Kundenpitch – die Struktur entscheidet über den Erfolg.

trainieren
Gesprächsführung, die den echten Bedarf findet
aktivieren
Jede Person im Team passend ansprechen
führen
Wichtig schlägt dringend – Ziele mit Zahl und Datum

Einleitung

Vier Bausteine für den Vertriebsalltag

Fragen statt vortragen, jeden anders führen, wichtig schlägt dringend – und Feedback, das ankommt. Dazu kommen SMART formulierte Ziele, damit aus Absicht Verbindlichkeit wird.

Die Bilder aus dem Profifußball helfen im Vertrieb: Nach dem Spiel fragt niemand „Wie war’s denn?“ – es liegen Daten auf dem Tisch, und danach wird geredet. Einen Neuzugang führt man anders als einen Führungsspieler. Und wer immer nur das Dringende bearbeitet, steht in zwei Jahren ohne Mannschaft da.

Jedes Kapitel zeigt, was typischerweise schiefläuft, was stattdessen zu tun ist – und endet mit einem konkreten ersten Schritt. Die Werkzeuge füllen Sie direkt hier aus; Eingaben bleiben in Ihrem Browser gespeichert.

Die 80/20-Regel

Lassen Sie Ihr Gegenüber – Kunde oder Mitarbeiter – 80 % der Zeit reden. Wer zuhört, sammelt Daten.

Keine Fragen mit „Warum“

Fragen Sie lieber „Was war der Grund für …?“ oder „Wie kam es zu …?“. Das vermeidet die Verteidigungshaltung.

Die 3-Sekunden-Pause

Blickkontakt halten, ruhig durchatmen, dann mit fester Stimme antworten – ohne „Ja, aber …“.

Gemeinsame Sprache im Team

Begriffsübersicht Vertriebskommunikation

Karten antippen, um die Definition zu sehen. Guter Einstieg in jedes Vertriebstraining.

Zu den Begriffskarten
01Kapitel

Fragen statt vortragen

Wer fragt, der führt

Gute Kommunikation im Vertrieb liefert keine Antworten, sie stellt die richtigen Fragen. Ob Kundengespräch oder Teamgespräch – die Struktur entscheidet über das Ergebnis.

Wer fragt, der führt. Der Gesprächsanteil verrät, wer das Gespräch tatsächlich steuert.
Kernbotschaft

Erster nächster Schritt

Redeanteil messen

Schätzen Sie nach dem nächsten Kundentermin ehrlich Ihren eigenen Redeanteil. Über 30 %? Dann fehlen Fragen. Notieren Sie drei Fragen, die Sie im nächsten Gespräch zuerst stellen.

Interaktiv

Typische Sätze – und bessere Fragen

  • Unser Tool hat 27 Funktionen, ich zeige Ihnen mal alles.

    Welche Software nutzen Sie derzeit für diesen Prozess?

  • Das ist bei allen unseren Kunden ein Problem.

    Wo verliert Ihr Team bei diesem Prozess die meiste Zeit?

  • Damit sparen Sie garantiert 20 % Zeit.

    Was würde es für Ihre Effizienz bedeuten, wenn diese Berichte automatisch entstehen?

  • Warum haben Sie sich damals für diesen Anbieter entschieden?

    Was war der Grund für die Entscheidung damals?

  • Ja, aber unser Preis ist gerechtfertigt, weil …

    (3 Sekunden Pause) Was genau muss der Preis für Sie leisten?

  • Ich schicke Ihnen einfach mal ein Angebot.

    Welche Punkte muss das Angebot enthalten, damit Sie intern entscheiden können?

Interaktive Checkliste

Gesprächscheck: Bin ich vorbereitet?

0/10

erfüllt

Startpunkt: Beginnen Sie mit dem Ziel des Termins und drei Situationsfragen.

02Kapitel

Das SPIN-Frageraster

Vier Stufen zum echten Bedarf

Mit vier Stufen decken Sie den echten Bedarf des Kunden auf, statt ihn mit Produktmerkmalen zu langweilen. Im Profifußball fragt nach dem Spiel niemand „Wie war’s denn?“ – es liegen Daten auf dem Tisch, und danach wird geredet. Diese Trennung zwischen Eindruck und Messung nehmen wir mit ins Kundengespräch.

Der Kunde kauft nicht Ihr Produkt, sondern die Auflösung seines Schmerzpunktes.
Kernbotschaft

Erster nächster Schritt

Ein Gespräch vorbereiten

Füllen Sie den SPIN-Baukasten unten für einen konkreten anstehenden Termin aus – je Stufe eine eigene Frage in Ihren Worten. Nehmen Sie den Text mit ins Gespräch.

Interaktives Werkzeug

SPIN-Baukasten für Ihren Termin

Je Stufe eine Frage in Ihren Worten. Eingaben bleiben in diesem Browser gespeichert.

0/4

Stufen vorbereitet

  • S

    SituationWie sieht die aktuelle Ist-Situation beim Kunden aus?

    Beispiel: „Welche Software nutzen Sie derzeit für Ihr Projektmanagement?“

  • P

    ProblemWo liegen die versteckten Herausforderungen oder Ineffizienzen?

    Beispiel: „Wo verliert Ihr Team bei diesem Prozess die meiste Zeit?“

  • I

    ImplikationWas passiert, wenn dieses Problem nicht gelöst wird? (Der Schmerzpunkt)

    Beispiel: „Welche Auswirkungen hat dieser Zeitverlust auf Ihre Projekt-Deadlines?“

  • N

    Need-PayoffWelchen konkreten Nutzen bringt unsere Lösung für den Kunden?

    Beispiel: „Wenn Ihr Team diese Berichte automatisiert erstellt: Was würde das für Ihre Effizienz bedeuten?“

03Kapitel

Die 3-Sekunden-Pause

Souverän bleiben, wenn der Einwand kommt

Wer sofort wie aus der Pistole geschossen antwortet, wirkt oft defensiv oder ertappt. Drei Sekunden Stille verändern die Wirkung Ihrer Antwort – und die Verteilung des Drucks im Gespräch.

Drei Sekunden Stille sind das günstigste Einwandbehandlungs-Werkzeug im Vertrieb.
Kernbotschaft

Erster nächster Schritt

Im nächsten Preisgespräch üben

Nehmen Sie sich vor: Beim nächsten Preiseinwand zählen Sie innerlich bis drei, halten Blickkontakt, atmen einmal durch – und starten die Antwort ohne „Ja, aber“.

Interaktive Checkliste

Einwand-Check: Bleibe ich souverän?

0/7

erfüllt

Jedes Häkchen macht die nächste Einwandbehandlung ruhiger.

04Kapitel

Jeden anders führen

Kaderplanung im Vertriebsteam

Mitarbeitende brauchen je nach Kompetenz und Motivation eine unterschiedliche Ansprache. Einen Neuzugang führen Sie anders als einen Führungsspieler – und wer beim Leistungsträger daneben stehen bleibt und Anweisungen gibt, verliert ihn.

Führung im Vertrieb ist Kaderplanung: gleiche Ziele, unterschiedliche Ansprache.
Kernbotschaft

Erster nächster Schritt

Team einordnen

Ordnen Sie jede Person Ihres Vertriebsteams einem der vier Felder zu. Bei jeder Abweichung zwischen Feld und Ihrem tatsächlichen Verhalten: eine konkrete Änderung für die nächsten vier Wochen festlegen.

Situative Entwicklungsgespräche

Vier Reifegrade, vier Kommunikationsstile

Mitarbeitende brauchen je nach Kompetenz und Motivation eine unterschiedliche Ansprache. Passen Sie Ihren Stil an – nicht die Person.

01

Der motivierte Einsteiger

Wenig Kompetenz + hohe Motivation

Anleiten & Unterweisen

Klare Aufgabenverteilung, exakte Vorgaben, enges Feedback.

02

Der frustrierte Fortgeschrittene

Einige Kompetenz + wenig Motivation

Coachen & Argumentieren

Das „Warum“ erklären, Ideen einholen, Frust abbauen.

03

Der fähige, aber unsichere Profi

Hohe Kompetenz + variable Motivation

Unterstützen & Partizipieren

Gemeinsame Entscheidungen, aktives Zuhören, Lob und Rückhalt.

04

Der selbstständige Leistungsträger

Hohe Kompetenz + hohe Motivation

Delegieren & Vertrauen

Verantwortung komplett übertragen, Freiraum für eigene Wege geben.

Interaktive Checkliste

Führungscheck Vertrieb

0/9

erfüllt

Jedes Häkchen ist ein Stück weniger Reibung im Team.

05Kapitel

Wichtig schlägt dringend

Die Eisenhower-Matrix der Kommunikation

Krisengespräch oder Akquise-Vorbereitung: Was machen Sie zuerst? Die Antwort entscheidet, wie Ihr Jahr aussieht. Unterscheiden Sie radikal zwischen Dringlichkeit (fremdbestimmt) und Wichtigkeit (strategisch).

Im Verein ist dringend jeden Tag. Wer immer nur das Dringende macht, steht in zwei Jahren ohne Mannschaft da.
Kernbotschaft

Erster nächster Schritt

Zwei Blöcke schützen

Tragen Sie für die kommende Woche zwei feste Blöcke für Akquise-Vorbereitung in den Kalender ein – behandelt wie Kundentermine. Und streichen Sie ein Meeting aus dem Feld „Eliminieren“.

Interaktives Werkzeug

Eisenhower-Matrix: Ihre Vertriebswoche

Tragen Sie Ihre aktuellen Aufgaben ein. Wichtigkeit ist strategisch, Dringlichkeit ist fremdbestimmt. Eingaben bleiben in diesem Browser gespeichert.

Sofort tun

Wichtig & dringend

Krisengespräche, strategische Kundenreklamationen, Deadlines

Einplanen

Wichtig, nicht dringend

Mitarbeiter-Entwicklung, Akquise-Vorbereitung, Prozessoptimierung – hier entstehen Ihre Erfolge von morgen

Delegieren / Kürzen

Dringend, nicht wichtig

Die meisten Ad-hoc-Mails, spontane „Hast du mal kurz?“-Unterbrechungen

Eliminieren

Nicht wichtig & nicht dringend

Perfektionismus in internen Folien, ziellose Status-Meetings

Faustregel: Was im Feld „Einplanen“ steht, gehört als fester Block in den Kalender.

Interaktive Checkliste

Prioritäten-Check: Schütze ich meine Zeit?

0/8

erfüllt

Wichtig schlägt dringend – jedes Häkchen ist ein Stück Erfolg von morgen.

06Kapitel

Feedback, das ankommt

Videoanalyse statt Jahresgespräch

Kurze Rückmeldung nach jedem wichtigen Termin, statt einmal im Jahr ein Gespräch, das keiner ernst nimmt. Im Profifußball gibt es nach jedem Spiel die Videoanalyse – nicht als Abrechnung, sondern damit am Dienstag im Training klar ist, woran gearbeitet wird.

Von allen Bausteinen wirkt kurzes Feedback nach jedem Termin bei Mittelständlern am schnellsten.
Kernbotschaft

Erster nächster Schritt

Fünf-Minuten-Routine einführen

Vereinbaren Sie mit Ihrem Team: Nach jedem gemeinsamen Kundentermin fünf Minuten Rückmeldung nach dem Muster Beobachtung – Wirkung – nächster Schritt. Vier Wochen konsequent, dann bewerten.

Interaktive Checkliste

Feedback-Routine: Kommt es an?

0/7

erfüllt

Startpunkt: Fangen Sie mit dem Zeitpunkt an: direkt nach dem Termin, fünf Minuten.

07Kapitel

Ziele, die tragen: SMART

Aus Absicht wird Verbindlichkeit

SMART dient als Kriterium, um eindeutige Ziele zu formulieren. Bei konsequenter Anwendung ergeben sich klare, messbare und überprüfbare Ziele – im Vertrieb die Grundlage jeder Zielvereinbarung.

Ein Ziel ohne Zahl und Datum ist eine Absichtserklärung.
Kernbotschaft

Erster nächster Schritt

Ein Vertriebsziel scharf stellen

Formulieren Sie im SMART-Baukasten unten Ihr wichtigstes Vertriebsziel für das nächste Quartal und lesen Sie den erzeugten Satz laut vor. Klingt er unpräzise, fehlt eine der fünf Angaben.

Interaktives Werkzeug

SMART-Baukasten für Vertriebsziele

Fünf Angaben – daraus entsteht unten ein Satz, den Sie laut vorlesen können.

0/5

Kriterien erfüllt

  • S

    Spezifisch

    Eindeutige, präzise Formulierung mit wenigen einfachen Worten und leichter Verständlichkeit.

  • M

    Messbar

    Erfolgskriterien angeben: EUR, %, Stück, Quote, Ober- und Untergrenze – qualitativ z. B. ein von allen Empfängern befürwortetes Konzept.

  • A

    Attraktiv

    Das Ergebnis beschreiben, als wäre das Ziel schon heute erreicht – erstrebenswert und akzeptiert.

  • R

    Realistisch

    Nicht über- oder unterfordernd. Positiv formulieren, keine Verneinung („ich will nicht mehr …“).

  • T

    Terminiert

    Endtermin nennen, an dem das Ziel erreicht sein soll.

Ihr Zielsatz

… – gemessen an …. Ergebnis: …. Machbar, weil …. Erreicht ….

Ergebnis des Trainings

Maßnahmenplan Vertrieb

Was nehmen Sie aus diesem Ratgeber konkret mit? Tragen Sie Maßnahme, Termin und Verantwortliche ein und holen Sie den Plan beim Überprüfungstermin wieder hervor.

Interaktives Werkzeug

Maßnahmenplan: was, bis wann, wer?

Ihre Vorhaben für die nächsten vier Wochen – aus Gesprächsführung, Führung, Prioritäten und Feedback. Die Eingaben bleiben in diesem Browser gespeichert.

Werkzeuge auf einen Blick

Alle Instrumente – kompakt zum Wiederverwenden

SPIN-Baukasten, Eisenhower-Matrix, SMART-Baukasten, Gesprächscheck, Führungscheck, Feedback-Routine und Begriffskarten. Ihre Eingaben und Häkchen bleiben lokal in diesem Browser gespeichert.

Werkzeug: Begriffsübersicht

Erst selbst erklären, dann aufdecken: 0/9 geöffnet.

Abschluss

Zehn Schritte für die nächsten vier Wochen

Nicht alles gleichzeitig. Nehmen Sie die ersten drei Punkte in die kommende Woche mit – und prüfen Sie am Monatsende, was davon geblieben ist.

  1. 01Redeanteil im nächsten Kundengespräch bewusst auf 20 % begrenzen
  2. 02SPIN-Baukasten für einen konkreten anstehenden Termin ausfüllen
  3. 03„Warum“-Fragen aus dem eigenen Sprachgebrauch streichen
  4. 043-Sekunden-Pause beim nächsten Preiseinwand einsetzen
  5. 05Vertriebsteam den vier Reifegrad-Feldern zuordnen
  6. 06Führungsstil je Person an den Reifegrad anpassen
  7. 07Zwei geschützte Blöcke für Akquise-Vorbereitung eintragen
  8. 08Ein Meeting aus dem Feld „Eliminieren“ streichen
  9. 09Fünf-Minuten-Feedback nach jedem gemeinsamen Termin einführen
  10. 10Wichtigstes Quartalsziel SMART formulieren und Termin zur Überprüfung setzen

Wer fragt, der führt: im Kundengespräch, im Team und im eigenen Kalender.

Der nächste Schritt ist der Termin, in dem Sie die vereinbarten Punkte überprüfen.